Ute Siebert – Objekte und Collagen
Ungewöhnliche Verbindungen schafft Ute Siebert zwischen Materialien wie Wolle, Textilien, Papier, Fäden oder Pflanzen. Sie schlägt damit Brücken zwischen der visuellen und der taktilen Wahrnehmungsebene. Ihre Wandobjekte stellen eine Mischform aus Relief und Skulptur dar. In symbolhafter Sprache nähert sie sich kultur-übergreifenden Gegensätzen wie Wandel, Transformation, Reifung, Enthüllen und Verbergen.
Im Rahmen ihres Projektes „Seelenorte“ schafft Ute Siebert Gehäuse, Hüllen und Schalen in Form von Wandobjekten und Skulpturen. Es sind materialisierte Formen innerer Räume, in denen sich die Seele manifestieren, regenerieren und transformieren kann. Auch Installationen, die aus Behausungen und Kokons bestehen, gehören dazu. Eine der Behausungen setzt sich aus winzigen Stoff-Fetzen zusammen und signalisiert somit unsere Fähigkeit, in einer chaotischen, widersprüchlichen Welt eine geistige Verortung zu finden. Die Kokons sind Räume seelischer Transformation. Während die Behausung eine offene Hülle ist, die eine Interaktion mit der Umwelt ermöglicht, gestatten die Kokons mit ihrer geschlossenen, schützenden Schalen das Warten auf eine Metamorphose. Hier geht es nicht um Abschottung sondern um ein notwendiges Zwischenstadium auf dem Weg in ein größeres, reiferes Bewusstsein.
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